25 Sep
TSV Lohr II - HSG Mainfranken
Starker Saisonauftakt trotz Niederlage in Lohr

HSG Mainfranken - SV Michelfeld 32:28
Warum die Handballer der HSG Mainfranken und des SV Michelfeld den Klassenerhalt als Saisonziel haben
Im Bezirksoberliga-Derby setzen sich die Handballer der HSG Mainfranken gegen den SV Michelfeld durch. Ein laufender Generationenwechsel prägt aktuell beide Mannschaften.
„Für das Publikum war es ein gutes Derby“, fand HSG-Trainer Florian Hähle. Mit 32:28 setzte sich die HSG Mainfranken am zweiten Spieltag der Handball-Bezirksoberliga der Männer gegen den SV Michelfeld vor circa 300 Zuschauerinnen und Zuschauern in der Kitzinger Sickergrundhalle durch.
Weitgehend ausgeglichenen verlief die erste Halbzeit, in der die Gastgeber anfangs vorlegten, doch Michelfeld das Geschehen in den letzten zehn Minuten vor der Pause mit starken Würfen aus dem Rückraum auf seine Seite zog. „Wir haben in der Abwehr die Hände zu lange unten gelassen und waren zu brav“, fand Hähle. „Noch haben wir Phasen im Spiel, in denen wir den Faden verlieren und überhastet auf das Tor werfen.
Die erste Welle überrollt Michelfeld
Nach dem Seitenwechsel änderte sich das. Die HSG zog ihren Trumpf aus der Tasche. Mit der ersten Welle überrollten die Gastgeber die Michelfelder ein ums andere Mal. „Das ist eine Stärke von uns“, wusste Hähle, der aber den Spielaufbau seiner Mannschaft varianten- und somit wellenreicher gestalten möchte, um nicht ganz so leicht ausrechenbar zu sein.
„Robin (Link) und Yannick (Hanft) gehen die erste Welle, davor hatte ich meine Jungs gewarnt“, sprach Michelfelds Trainer Norbert Senft an, dass die Seinen nicht richtig gerechnet hatten. Schließlich wusste Senft von wem er da sprach, hatte er die HSG doch selbst acht Jahre lang trainiert.
Zudem schwanden Michelfeld mit zunehmender Spieldauer die Kräfte, wofür die Erklärung auf der Hand lag: Vier Jugendspieler waren bereits am Nachmittag im Einsatz gewesen, da der Kader in beiden Fällen keine Alternativen bot. „Du kannst keine zwei Topleistungen abrufen“, zeigte Senft Verständnis.
HSG und SV befinden sich Umbruch
„Das Ergebnis geht für mich absolut in Ordnung. Die HSG hat die physisch bessere Abwehr gestellt und hatte an diesem Abend die besseren Torhüter“, erklärte Michelfelds Trainer.
„Wir haben bis auf zwei, drei alte Hasen eine junge Mannschaft mit Potenzial. Die Jungen müssen anfangen, Verantwortung zu übernehmen, sich aber auch noch von den Erfahrenen führen lassen“, sprach Hähle über seine HSGler. „Unser Ziel für diese Saison ist es, sicher die Klasse zu halten. Wir wollen die Jungs Schritt für Schritt verbessern.“
Auch in Michelfeld steht ein Generationenwechsel bevor, nachdem erfahrene Spieler aufgehört haben: „Wir wollen die jungen Leute integrieren und ihnen Spielpraxis geben. Wir brauchen wohl zwei Jahre, bis wir uns etabliert haben. Deshalb spielen wir in dieser Saison um den Klassenerhalt. Wenn wir am Ende Sechster oder Siebter werden und uns spielerisch verbessern, bin ich sehr zufrieden mit dieser Runde“, sagte Senft.
Lohr II und Heidingsfeld als Favoriten
Doch wer spielt in der Bezirksoberliga dann eigentlich vorn mit? Hähle und Senft beantworten die Frage identisch: Den TSV Lohr II und die TG Heidingsfeld nennen beide Trainer als ihre Favoriten. Lohr II habe „gute und erfahrene Spieler, da einige aus der ersten zurück in die zweite Mannschaft gegangen sind“, sagt Hähle. Auch in Heidingsfeld sehen die beiden „eine sehr gute Mannschaft“.
Als wollten die zwei Genannten diese Einschätzung bestätigen, stehen beide nach zwei Spieltagen mit 4:0 Punkten in der Tabelle oben. Sowohl die HSG Mainfranken als auch der SV Michelfeld sind mit 2:2 Punkten in die Saison gestartet.
Handball: Bezirksoberliga, Männer
HSG Mainfranken – SV Michelfeld 32:28 (14:15)
Mainfranken: Tilgner, Dornberger – Hanft 7/3, Neuweg 3, Stadtelmann, Schmitt, Höhn 8, Keyser 5, Link 2, Wegmann, Lenzer, Schneeberger 3, Ruschin 3, Scheller, Dietrich 1.
Michelfeld: Weidlich, Baumann – Deppisch 6, J. Dennerlein 1, Bausewein 1, Weißbeck, Leybach 2/1, Lewis 1, Olbrich 5/2, Berg, L. Dennerlein 12/1.
Schiedsrichter: Christian Schneider, Michael Troll.
Zeitstrafen: 4:6.
Siebenmeter: 3/3 – 6/4.
Zuschauende: 300 (in Kitzingen).
Spielfilm: 3:2 (5.), 6:4 (13.), 7:7 (17.), 10:10 (22.), 10:13 (27.), 13:14 (29.), 14:17 (33.), 17:17 (35.), 19:17 (36.), 19:19 (39.), 23:20 (44.), 24:23 (50.), 29:24 (57.), 32:27 (60.).
Quelle: Mainpost, 28.09.2026 von Jürgen Sterzbach

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